Augsburger Pinsel

Fast schon poetisch klingen die Namen der Pinsel und Bürsten: Strichzieher, Quaste, Abstauber oder Modler stammen alle aus einer kleinen, feinen und traditionsreichen Pinselfabrik im Süden Deutschlands. Preis und Leistung stehen hier nach unserem Empfinden in optimalem Verhältnis.

1790 gegründet und heute von den Brüdern Thomas und Stefan Waldhier als „Augsburger Pinsel- und Bürstenfabrik Josef Merz GmbH & Co. KG“ in dritter Generation geführt, stellt das Familienunternehmen über 1.000 verschiedene Pinsel und Bürsten her. Gearbeitet wird in halbautomatischer Manufaktur, wodurch ein hohes Maß an Flexibilität bewahrt bleibt, um auch auf Sonderwünsche eingehen zu können.

Bürsten- und Pinselmacher*innen stellen die Qualitätsprodukte mit der Zirbelnuss, dem Augsburger Stadtwappen, in zum großen Teil händischen Arbeitsschritten her. Zuerst werden die Faserbündel gerüttelt, damit sie gleich lang liegen, dann die benötigte Menge für den jeweiligen Pinsel abgetrennt, in die vorgefertigte Hülle eingelegt und mit Harz verklebt. Damit ist der Kopf des Pinsels auch schon fertig. Er wird mit dem Stiel verbunden und verpackt. Das klingt einfach, erfordert aber viel Fingerspitzengefühl, Präzision und langjährige Erfahrung.

Die Fasern, das sogenannte „Besteckungsmaterial“, der Augsburger Pinsel bestehen aus Schweineborsten der in China freilebenden Hängebauchschweine. Nur ihnen wachsen als Schutz vor Wind und Wetter noch Borsten. Die Enden dieser raren Borsten weisen einen natürlichen Spliss auf, die sogenannten „Fahnen“. Durch diese zwei bis dreimal geteilten Enden können Farbe und andere Beschichtungsmaterialien von den Pinseln besonders gut aufgenommen und gleichmäßig auf den Untergrund abgegeben werden. Synthetische Fasern werden neben den Naturborsten ebenfalls verwendet, besonders bei Lackierpinseln für wasserverdünnbare Systeme.

Das in unseren Augen ökologisch bewusste Handeln der alten Schule zeigt sich bei den Augsburger Ringpinseln: Wussten Sie, dass sie ihnen ein zweites Leben schenken können? Die Pinsel sind so entwickelt, dass nach ihrer Abnutzung, sozusagen ihrem ersten Leben, der Fadenverband um die Borsten einfach abgerollt werden kann und der Pinselbesatz so wieder seine ursprüngliche Haarlänge hat. Weiter geht’s! Viele der Augsburger Pinsel werden heute noch in Zoll bemaßt. Ein Zoll als beinahe schon historisches Maß bemisst 2,54 Zentimeter und hat mit seiner Entsprechung als „Daumen breit“ nach wie vor eine logische Funktion.

Unsere Spitzenprodukte aus der Augsburger Pinselfabrik sind die Quaste für Streichputze und Kalkfarben und die Schrägfensterpinsel, mit denen man hervorragend Fenstersprossen und Wetterschenkel streichen kann. Probieren Sie es aus!