VIA

Für VIA ist Bodengestaltung Emotion, Lebensfreude und Begeisterung! Mit ganzer Leidenschaft widmet sich das VIA-Team diesem so elementaren Bestandteil für die Raumgestaltung und rückt ein beinahe vergessenes Material wieder ins Bewusstsein: Die Mosaikplatten aus Zement. Ein Material, das die Atmosphäre eines Raumes gleichermaßen warm und wohnlich sowie elegant und exklusiv zu gestalten vermag.

Das Ornament als Bauschmuck hat eine lange Tradition. Die Muster stammen je nach Zeit aus Kaligraphie, Geometrie und der Pflanzenwelt. Für die Zementmosaikplatte, wie wir sie heute kennen und vor allem für ihre Verbreitung spielte eine technische Innovation eine zentrale Rolle: 1824 entwickelte Joseph Aspdin in England ein Gemisch aus Kalkstein und Ton, den „Portlandzement“.

Die Innenarchitektin Almut Lager und der Betriebswirt Norbert Kummermehr machten sich nach einem Spanienaufenthalt in den 1990er Jahren auf den Weg, das zu ändern: Almut Lager hatte die herrlichen Böden in Barcelona entdeckt. Als sie die Dekore in den Hauseingängen mit Transparentpapier abzeichnete, beschrieb eine Concierge ihr den Weg zu der Firma, die diese Fußbodenplatten herstellte. Kurzerhand ließ sich Almut Lager in besagter Firma zur Mosaista ausbilden.

Das neuartige Material revolutionierte bauliche Möglichkeiten der damaligen Zeit und ist die Basis der Zementmosaikplatte, auch Zementfliese genannt. Sie ging mit den Ornamenten eine Symbiose ein und trat über die Böden der Villen und Gründerzeithäuser der westlichen Welt ihren Siegeszug an. Während die Zementmosaikplatten mit ihren farbenprächtigen Mustern in Spanien bis heute als Kulturgut gelten, wurden sie in Deutschland seit den 1930er Jahren nicht mehr hergestellt. Architektur-Strömungen, die Dekor am Bau abwerteten, etablierten sich und mit dem Ornament verschwanden auch die Platten.

Zurück in Deutschland wurde ein ehemaliges Schieferwerk im mittelrheinischen Kaub die erste VIA-Basisstation. 2011 wechselte das Unternehmen die Rheinseite und zog in eine alte Sektkellerei in Bacharach. Das Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert benötigte zwar einiges an Wiederherstellung, war damit aber gleichzeitig der ideale Ort zum Ausprobieren der vielfältigen Farben und Ornamente der VIA-Platten. Almut Lager nennt es liebevoll „Pippi Langstrumpfland“. Immer wieder kehren sie und Norbert Kummermehr nach Barcelona zurück, um in den Musterbüchern der Mosaistas neue historische Ornamente für den spanischen Jugendstil im VIA-Sortiment aufzustöbern. Sie führen eine Tradition in die Zukunft und ihre Begeisterung steckt an!

Zur Firmengründung wurde die Herstellung der Zementmosaikplatten in Deutschland nicht genehmigt. VIA wandte sich deswegen nach Indien, wo die Zementfliesen seither in freundschaftlicher Zusammenarbeit über die Kontinente hinweg entwickelt und produziert werden. Jede Platte wird einzeln und von Hand hergestellt. Es gibt nur noch wenige Mosaistas, die das Handwerk von der Pike auf gelernt haben und beherrschen:

Für das Muster einer Fliese wird eigens eine Schablone in einer Metallform angelegt. In die einzelnen Gefache der Schablone werden die jeweiligen Farbpasten gegossen (das ist ein bisschen wie „malen nach Zahlen“). Die Pasten bestehen neben den Farbpigmenten aus Marmormehl, Weißzement und Quarzsand. Sind alle Farben für ein Muster eingefüllt, wird die Schablone vorsichtig entfernt. Dadurch entstehen die weichen Farbübergänge eines Musters.

Auf diese sogenannte Vorsatzschicht wird der Hinterbeton eingefüllt und die gesamte Platte anschließend unter hohem Druck hydraulisch gepresst. In speziellen Regalen trocknen die Platten schließlich in aller Ruhe ab. Diese natürliche Trocknung erzeugt eine „Pudrigkeit“ der Farben, so dass bereits einfarbige Platte lebendig wirken. Jede Platte ist ein Einzelstück, ein kleines Kunstwerk. Der aufwendige Herstellungsprozess zahlt sich aber sehr aus: Zementmosaikplatten zaubern nicht nur außergewöhnlich schöne Flächen, sie halten auch viele Jahrzehnte.

In das Sortiment der naturfarbenwerkstatt kamen die VIA-Platten vor 21 Jahren. Anka Böthig und Almut Lager lernten sich auf einer Denkmalpflegemesse kennen. In Dresden gab es damals noch keinen Ansprechpartner für die herrlichen, farbenfrohen Zementfliesen und so bot sich Anka Böthig an, in dem Verkaufsraum der naturfarbenwerkstatt mit fachkundiger Beratung künftigen VIA-Platten-Erwerber*innen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Seitdem verbindet beide Firmen eine innige, herzliche Beziehung, in der man den jeweiligen Wachstum der Firmen mit Freude begleitet. Alle Zementplatten, Terrazzo und Pflegeprodukte die VIA im eigenen Online-Shop anbietet, können über die naturfarbenwerkstatt zum selben Preis bezogen werden. Bei Großprojekten gewähren wir Ihnen einen Rabatt, sprechen Sie uns gern an. Benötigen Sie Kleber, Pflegemittel oder Plattenöle, können sie diese bei uns bequem bestellen.

VIA bietet Ihnen mit dem praktischen Verlegetool die Möglichkeit herumzuprobieren: Sie können ihr gewünschtes Dekor in CAD setzen und so ihren künftigen Boden aus VIA-Platten visualisieren. Sehr gern unterstützen wir Sie auch hierbei und selbstverständlich bei allen handwerklichen Fragen rund um die VIA-Platten.

Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns auf Ihre Projekte!

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Alle Fotos auf dieser Seite stammen von der Firma VIA.